Interhospitaltransfer

Das alte Verlegungs NEF
Das alte Verlegungs NEF

Neben dem Regelrettungsdienst stellt der Rettungsdienst Brome auch den Interhospitaltransfer oder auch Notarztverlegung, kurz NAV genannt. Leider ist es nicht immer möglich, den Patienten direkt in die richtige Fachklinik zu transportieren, da zum Beispiel die vitale Bedrohung zu hoch ist, das der Patient erst in der nächstgelegenen Klinik stabilisiert werden muss oder im Krankenhaus neue Erkrankungen bekannt werden, sodass eine Verlegung in ein anderes Klinikum notwenig ist. Für diesen Fall gibt es 3 Varianten.

  • Variante 1: Der Rettungsdienst Brome stellt sowohl den RTW für den Transport, als auch den Arzt, der den Transport begleitet
  • Variante 2: Der Rettungsdienst Brome bringt den Arzt mit dem Verlegungs NEF zur Startklinik (Genaueres zum Fahrzeug unter "Technik")
  • Variante 3: Der Rettungsdienst Brome stellt nur den Arzt, der mit seinem Privat PKW zur Klinik fährt.

In jedem Fall werden die Ärzte durch den Rettungsdienst Brome gestellt. Bei den Varianten 2 und 3 werden die Transporte durch andere Rettungsdienste durchgeführt.

In manchen Landkreisen gibt es für NAV´s spezielle ITW´s(Intensivtransportwagen). Diese Fahrzeuge haben eine spezielle Zusatzbeladung, zum Beispiel mehrere Perfusoren, mit denen man kontinuierlich Medikamente geben kann. Auch ein erweitertes Monitoring, also das Erheben von Vitalwerten mittels Geräten, ist dort möglich, so zum Beispiel die CO2 Messung in der Ausatemluft bei intubierten und beatmeten Patienten. Dies sind nur Beispiele, es gibt noch weitere über den Standart von RTW´s herausgehende Technik.

Vorbereitung für einen beatmeten Patienten
Vorbereitung für einen beatmeten Patienten

Beim Rettungsdienst Brome hingegen sind alle 3 Fahrzeuge auch für Intensivverlegungen ausgelegt, sodass die Fahrzeuge ohne Vorbereitungszeit sofort für NAV´s genutzt werden können.

Mit zunehmender Spezialisierung der Krankenhäuser wird die Intensivverlegung immer wichtiger. 1997 wurden 60 NAV´s in einem Jahr durchgeführt, fast 10 Jahre später 2006 waren es schon 415 Verlegungen in einem Jahr. Neben den häufig angefahrenen Kliniken in Wolfsburg und Braunschweig, nimmt auch Hannover einen immer größer werdenden Stellenwert ein, dort vor allem die Medizinische Hochschule.

Übernahme des Patienten in der Klinik
Übernahme des Patienten in der Klinik

Der Ablauf einer Intensivverlegung ist immer gleich. Als erstes klärt das verlegende Klinikum mit der geplanten Zielklinik ab, ob der Patient aufgenommen werden kann. Bekommen diese grünes Licht der Zielklinik, rufen sie bei der Rettungsleitstelle Gifhorn an und fordern den Verlegungsdienst an. Darauf hin wird der Rettungsdienst Brome kontaktiert, damit ein Arzt gestellt werden kann. Als letzter Schritt wird entschieden, ob die Verlegung komplett durch den Rettungsdienst Brome durchgeführt wird oder ein anderer Rettungsdienst den Transport übernimmt, da Beispielsweise alle Fahrzeug des Rettungsdienst Brome im Einsatz sind.

Sobald alles entschieden ist, werden die Fahrzeuge umgehend alarmiert und fahren mit Sondersignal zum Startklinikum um den Patienten aufzunehmen. Danach wird ebenfalls mit Sondersignal in das Zielklinikum transportiert, da es sich bei diesen Verlegungen immer um sogenannte Risikopatienten, also Patienten die vital bedroht sind, handelt.